Secrets of the Stars – 3: Raumhafen

„K-722-1 ist ein interessanter Planet. Ich war nicht der, der ihn entdeckt hat. Das geschah bereits vor fast tausend Jahren. Aber aufgrund der Gegebenheiten hat K-722-1 nie ein lohnendes Ziel für weitere Erforschung abgegeben. Er kreist allein um seinen Stern und kann keine Atmosphäre halten. Zudem hat er einen Mond, naja hatte. Vor vielleicht hunderttausend Jahren ist der Mond auseinandergebrochen. Die größten Teile sind noch immer in einer stabilen Umlaufbahn, doch viele kleine Trümmerteile haben sich wie eine Hülle um den Planeten gelegt. Ein dichter Asteroidengürtel, der eine Landung zu einem riskanten Unterfangen macht.
Wie ich auf K-722-1 als Ziel gekommen bin? Ich hatte mir eine Liste aller Planeten gemacht, die zwar katalogisiert aber nie kartografiert wurden. Nur eine ellenlange Tabelle filtern und sich das Beste raussuchen. K-722-1 war tatsächlich mein erster Kandidat, denn es gab für mich keinen ersichtlichen Grund, warum der Mond auseinander gebrochen sein sollte. Habe mich dann erstmal auf den Mond konzentriert, was zwei Monate verschwendete Zeit waren, bis ich endlich auf K-722-1 gelandet bin. Auf dem ganzen Planeten gibt es nichts, weit und breit nur Stein. Bis auf ein Tal, wo ich eher zufällig die Ringe und Plattformen gefunden hatte. Die Strukturen sind gewaltig und aus extrem widerstandsfähigen Material. Doch der Hagel von Gesteinsbrocken, die mit mehreren Kilometern pro Sekunde vom Himmel fallen, hat ihnen zugesetzt. Auch mich hätte es einmal fast erwischt. Ich habe einige Tage gerätselt, was genau ich da gefunden habe, aber so wirklich klar wurde es mir erst nachdem ich das Galaktische Institut für Erkundung hinzugezogen hatte. Die Ringe entsprechen denen, die man schon auf anderen Welten gefunden hat und dienen dazu, Raumschiffe zu beschleunigen und in einen überlichtschnellen Raum zu katapultieren. Die Plattformen sind auch für das GIE neu und waren vermutlich Landeplattformen für diese Raumschiffe. Je nach Schiffsgröße sind wohl mehr Ringe nötig, was auch einige Konstellationen auf anderen Planeten erklärt.
Es gibt keine Spuren oder Hinweise, welche Raumschiffe einst von hier starteten, oder wer die Strukturen gebaut hat. Das Wahrscheinlichste ist, dass die einstigen Bewohner den Planeten verlassen haben um die Zeit rum, als der Mond auseinanderbrach. Wobei auch hier der Grund unklar ist, da die Gravitation von K-722-1 dafür nicht ausreicht.
Die Ringe sind interessanterweise alle in dieselbe Richtung ausgerichtet, parallel zueinander. Also muss jedes Schiff den gleichen Zielort erreicht haben. Wenn die Funktionsweise der Ringe irgendwann einmal entschlüsselt wird, werden wir vielleicht den Erbauern folgen können. Wenn sie noch am Leben sind wäre es faszinierend, von ihnen lernen zu können. In den Jahrtausenden bevor sie unsere Galaxis verließen müssen sie enormes Wissen angesammelt haben.“

Ein weiterer Teil der „Secrets of the Stars“ Reihe. Ich habe vor über einem halben Jahr mit der Szene begonnen. Leider habe ich schon zu Beginn die Vision verloren, was ich erreichen wollte. Dazu kamen andere Projekte mit einer höheren Priorität, so dass ich mich erst diesen Monat wieder ernsthaft mit der Szene auseinandersetzen konnte. Ich wollte die investierte Arbeit nicht wegwerfen und habe mich in ein „kann man zeigen“ gerettet. Für den nächsten Teil habe ich habe schon eine genaue Vorstellung (die auch seit Beginn von Secrets of the Stars so besteht). Auch wenn es ein Science Fiction Klassiker ist werde ich mich besonders Mühe geben, das Ergebnis besser als alle bisherigen Teile der Reihe aussehen zu lassen.

Erstellt mit Blender 4.2.

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