Secrets of the Stars – 5: Leuchtfeuer
„Objekt ESO-78/931 ist an und für sich gewöhnlich. Ein steinerner Zwergplanet ohne Atmosphäre. Selbst dass dieser Zwergplanet keinen Stern umkreist, sondern allein am Rand der Galaxis entlang fliegt, kommt häufiger vor als man denkt. Doch die Struktur, die dort vor über 60.000 Jahren errichtet wurde, ist alles andere als gewöhnlich. Ein weitläufiges Netz aus Lasern speist einen zentralen Lichtturm, der die gebündelte Energie ins Weltall schießt. Ein Leuchtfeuer, wenn man so will.
Wohin das Licht geht? Nun, es scheint auf einen kürzlich entstandenen Stern gerichtet zu sein. Kürzlich im kosmischen Sinne, da der Stern selbst erst etwa 60.000 Jahre alt ist. Der Stern ist so jung, dass er noch nicht einmal einen Namen hat. Das Leuchtfeuer wird ihn wohl in etwa 10.000 Jahren erreichen. Was dann passiert, wer weiß. Ich werde es leider nicht erleben können, aber es wird interessant.
Wie ich überhaupt auf ESO-78/931 aufmerksam geworden bin? Ich bin quasi wie eine Motte ins Licht geflogen. Ich war gerade auf einem Erkundungsflug, um interstellare Objekte zwischen zwei relativ nahen Sternen zu finden, als ich plötzlich geblendet wurde. Da ich natürlich zügig unterwegs war, hat es einige Zeit gedauert, bis ich herausgefunden habe, was passiert war. Danach musste ich eigentlich nur dem Licht folgen, um am Anfang oder Ende herauszukommen. Glücklicherweise bin ich gleich in die richtige Richtung geflogen und nach ein paar Wochen vor- und zurückspringen habe ich ESO-78/931 mit seinem Leuchtfeuer gefunden.
Seit meiner Entdeckung gab es einige Bemühungen, die Energiequelle dieser Anlage zu finden, doch bislang konnten die dafür notwendigen Bohrungen nichts außer Gestein finden. Vermutlich wird die Anlage irgendwo vom Kern gespeist, zusammen mit dem, was ESO-78/931 selbst steuert. Denn der Zwergplanet fliegt nicht einfach nur durch das Weltall, er ist ununterbrochen auf den jungen Stern ausgerichtet, was eigentlich unmöglich sein sollte.“
Ein weiterer Teil der „Secrets of the Stars“ Reihe. Eine reichlich dunkle Szene. Die Idee hatte im Kopf deutlich besser geklungen als in der finalen Umsetzung. Allerdings hatte ich in der Zwischenzeit auch einiges über das elektromagnetische Spektrum gelernt, was das Konzept etwas in Frage stellt.
Erstellt mit Blender 4.2.
![]()